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Neuregelungen für den Führerschein

© Joachim B. Albers - Fotolia.com

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Zum 19. Januar 2013 tritt die dritte EU-Führerscheinrichtlinie in Kraft. Sie ist ein weiterer Schritt in Richtung der Vereinheitlichung des europäischen Fahrerlaubniswesens. Dabei gilt es für den Kraftfahrer, einiges zu beachten. Neben geänderten Bezeichnungen und komplett neuen Führerscheinklassen werden die ab dem 19.1.2013 ausgestellten oder verlängerten Führerscheine nur noch 15 Jahre gültig sein. Alle Führerscheine von vor diesem Termin, egal von welcher Behörde und welchem Staat ausgestellt, verlieren nach dem 18. Januar 2033 ihre Gültigkeit. Diese müssen spätestens dann in einen neuen EU-Schein umgewandelt werden, der ähnlich aussieht wie der jetzige im Scheckkarten-Format. Jedoch gelten neue Klassenbezeichnungen und auch andere Klassen. Der TÜV-Rheinland rät, bei einem Wechsel zum neuen Schein darauf zu achten, dass auch alle bisherigen Fahrerlaubnisse auf dem neuen Schein eingetragen werden, da nicht alle Behörden dies automatisch täten. Ein Anspruch auf Änderung ist nach Ablauf von zwei Jahren nicht mehr durchsetzbar. Die neuen Führerscheine tragen auch immer ein Ablaufdatum.

Für Autofahrer ändert sich kaum etwas

Für Autofahrer ändert sich nicht viel, lediglich die Bestimmungen für Gespanne, also Pkw mit Anhänger werden vereinfacht und teilweise geändert. Fahrer großer Gespanne zwischen 3,5 und 4,25 Tonnen mit Klasse-B-Schein müssen zusätzlich die Schlüsselzahl 96 eintragen lassen und mindestens sieben Stunden theoretische und praktische Fahrschulung absolvieren.

AM neue Klasse für Roller und Quads

Bei den Zweirädern ändert sich einiges: AM wird die neue Klasse für Roller, Quads, etc. bis 45 ccm. Die leistungsbeschränkte Motorradklasse heisst jetzt A2 und wird nicht automatisch nach zwei Jahren Fahrerfahrung zur Vollerlaubnis. Beschränkt Fahrende der bisherigen Klasse A (beschränkt) die vor dem 19.1.2013 ihre Fahrerlaubnis erhalten haben, dürfen ohne Weiteres auf kräftigere Maschinen umsteigen. Alle anderen müssen nach zwei Jahren noch einmal eine praktische Fahrschulung und auch eine Fahrprüfung über sich ergehen lassen.

Trikes gelten künftig als Motorräder

Die bisherige Klasse A1 für Zweiräder bis 125 ccm wird aufgelockert. Für unter 18-Jährige gilt nicht mehr die Beschränkung auf 80 ccm, jedoch nur, wenn sie sich einen neuen Führerschein ausstellen lassen. Trikes gelten nun als Motorräder und dürfen nicht mehr mit dem Autoführerschein Klasse B bewegt werden. A1 berechtigt nun zum Führen von Dreirädern bis 15 kW, stärkere Trikes benötigen A. Bisherige Trike-Enthusiasten können jedoch aufatmen: Alle die vor dem Änderungsdatum mit Klasse B fahren durften, können dies auch weiterhin legal tun.

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