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Karbon für Elektroautos

BMW und SGL Carbon haben in den USA nun das erste Werk weltweit eröffnet, in dem für den Autobau die Produktion von Kohlefasern erfolgt. Zukünftig soll Karbon also nun den nötigen Antrieb für Elektroautos liefern.

Dieser Umbruch begann, als die beiden Chefs der Unternehmen im Gewerbegebiet Washingtons ca. 70 Millionen Euro für die Produktion von Kohlefasern im Automobilbau investierten. Dieses derzeit einzigartige Werk soll die Autowelt nun revolutionieren.

Milliardenschwere Investitionen fließen derzeit in die Entwicklung von Elektroautos. Noch zu schwer und mit zu geringer Reichweite, sind die derzeitigen Modelle für den Masseneinsatz ungeeignet. Das soll sich durch den Einsatz von Karbon ändern, da dieser Werkstoff, halb so schwer wie Stahl und um 30 Prozent leichter als Aluminium, reichlich Gewicht im Fahrzeugbau einspart. Die Reichweite von Elektroautos kann damit erhöht werden. Doch, fester und haltbarer, kostet ein Kilo des Werkstoffes immerhin bis zu 70 Euro, Stahl hingegen nur 70 Cent. Man zweifelt allerdings, ob es BMW und SGL gelingen wird, diesen Kosten standzuhalten.

Ab 2013 soll von BMW ein reines Elektrofahrzeug auf den Markt gebracht werden, das mit Fahrgastzellen aus Karbonfasern bestückt ist. Die deutsche Konkurrenz namens Audi hingegen verlässt sich auf Aluminium, während VW sich zu Beginn des Jahres bei SGL Carbon einkaufte.

Völlig neue Allianzen entstehen durch die Elektromobilität. Siemens sowie auch Autobauer Volvo gaben bekannt, eine Kooperation zur Entwicklung von Elektrofahrzeugen anzustreben. Man rechnet weiterhin damit, dass sich Unternehmen anderer Branchen in Zukunft nach dem Einstieg von Siemens, an diesem Geschäft beteiligen werden. Die in Planung stehenden Modelle von BMW, der i3 sowie der Hybrid i8, werden wohl nur den Anfang einer Reihe weiterer Entwicklungen darstellen.

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