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Kabelloses Aufladen von E-Autos möglich?

Ladestationen mit Kabel sollen bald er Vergangenheit angehören - Foto von: © Dan Race - Fotolia.com

Ladestationen mit Kabel sollen bald er Vergangenheit angehören - Foto von: © Dan Race - Fotolia.com

Die flächendeckende Einführung von Elektro-Fahrzeugen krankt noch an einigen grundsätzlichen Problemen. Zwei davon sind die geringe Reichweite der Batterien und das noch recht löchrige Netz von Aufladestationen in der gesamten Republik. Einen Weg hin zu einer langfristigen Lösung könnte die Induktion sein.

Kabelloses Aufladen

Für Smartphones steht diese Technologie angeblich kurz vor einem Markt-Durchbruch, dies will man auf die Autoindustrie übertragen. Bei diesem System dreht sich alles um die Möglichkeit des drahtlosen Aufladens von Batterien. Zu diesem Zweck wird eine Spule in den Unterboden des Fahrzeugs gebaut, eine weitere Spule befindet sich im Asphalt, so dass der Wagen sich darüber platzieren muss. Auf diese Art und Weise könnte man langfristig sein E-Auto bei beinahe jeder Standphase aufladen, ganz automatisch und drahtlos. Ein erster Feldversuch, der in London mit 20 Testfahrzeugen über die Bühne gehen soll, soll weitere Erkenntnisse zu dieser Technik und seiner Umsetzung liefern. Das Wort „Reichweite“ wird damit quasi ad absurdum geführt, denn diese wird keinerlei Probleme mehr darstellen, wird nicht mal mehr ein Thema sein. Die Automobil-Industrie jedenfalls zeigt sich bislang durchaus interessiert an den neuen Überlegungen und wird diese in die nächsten Ideen zum Design von neuen Modellen mit einfließen lassen. Vereinfachen würde diese Technologie jedenfalls Vieles, da ist man sich einig und sicher. Alleine die Umsetzung bis zur Serie wird eine längere Zeit in Anspruch nehmen müssen. Details wie einen einheitlichen Kommunikationsstandard zwischen zwei Spulen und gesundheitstechnische Fragen müssen beantwortet und aus der Welt geschafft werden.

Kein Stoppen mehr

Derweil wird die Entwicklung der Technik weiter verfeinert und ausgebaut. Ziel ist es, dass sich die Elektrofahrzeuge während der Fahrt und nicht nur im Stand aufladen lassen, eine so genannte dynamische Ladevariante. Doch der Durchbruch wird noch etwas auf sich warten lassen, denn alle Fortschritte erreichten bislang noch nicht die von der Autoindustrie geforderten Geschwindigkeitsanforderungen. Diese liegen bei mindestens 80-100 km/h für ein dynamisches Aufladen. Ist dies aber erreicht, könnte es den Anfang eines E-Auto-Siegeszuges einläuten. Denn Argumente gegen diesen alternativen Antrieb existieren dann kaum noch – bis gar nicht.

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