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Der internationale Edelweiß Bergpreis in Berchtesgaden

Der Obersalzber bot eine herrliche Kulisse - Foto von: © T. Linack - Fotolia.com

Der Obersalzber bot eine herrliche Kulisse - Foto von: © T. Linack - Fotolia.com

Der „Internationale Edelweiß Bergpreis in Berchtesgaden” erinnert an die legendären Europameisterschafts-Bergläufe, als noch Mensch und Maschine gemeinsam einen Berg bezwingen mussten. Zugleich schlägt diese Veranstaltung eine Brücke zwischen den Anfängen und dem Ende der Bergrennen, das während der ersten Ölkrise eingeläutet wurde.

Namenhaftes Teilnehmerfeld früherer Tage

Hans Stuck Sen. und Rudolf Caracciola lieferten sich heiße Duelle, als es von 1925 bis 1928 auf der Schotterpiste von Berchtesgaden bis zum Obersalzberg hinauf ging, beim berühmten Salzbergrennen. Neben Automobilen befuhren auch Motorräder diese Strecke.
Zwischen 1958 und 1973 gab es das Roßfeldrennen auf der Roßfeldstraße bei Berchtesgaden. Dort finden sich in den Starterlisten etliche namenhafte Rennfahrer wieder – wie Jochen Mass, Niki Lauda, Graf Berghe von Trips, Hans Stuck Jun., Siegfried Spieß oder Ludovico Scarfiotti, der 1968 tödlich verunglückte
Gerhard Mieter, Sepp Greger, Edgar Barth, Gerhard Mitter, Hans Herrmann, Rolf Stommelen und Johannes Ortner siegten beim „Internationalen Alpen-Bergpreis Roßfeld”.
Doch nicht nur Profis, auch viele Amateure nahmen mit ihren Sport- und Tourenwagen an den Rennen teil. Dabei bekamen die Zuschauer nicht nur Europas schnellste Rennwagen, sondern auch gewöhnliche Autos wie VW Käfer, Messerschmidt Kabinenroller oder Goggo zu sehen.
1973 fand diese Rennserie ihr Ende.

Die Neuauflage

25 Jahre nach der Energiekrise und dem Ende der Bergrennen wurde die Veranstaltung von Günter und Heidi Hansemann wiederbelebt. So fand von 1998 bis 2010 die Hoßfeld Historic statt.
Mit der Neuauflage, immer am letzten September-Wochenende, wird allen Sportbegeisterten eine einmalige Chance gewährt, entweder selbst mit seinem historischen Renner den Bergpass zu befahren oder als Zuschauer den rasanten Oldtimern zuzujubeln.
Da es eine Benefizveranstaltung ist, unterstützen die Besucher eine Behinderteneinrichtung im Berchtesgadener Land.
Da die Karten jedes Jahr begrenzt und heiß begehrt sind, empfiehlt es sich, rechtzeitig die Tickets im Vorverkauf zu erwerben.
Denn auch die Neuauflage bietet heiße Duelle und eine Stück Nostalgie an vergangene Berg-Rennzeiten.

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