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Chrysler soll Fiat retten

Chrysler soll Fiat zu neuem Glanz verhelfen - Foto von: © francesco basile - Fotolia.com

Chrysler soll Fiat zu neuem Glanz verhelfen - Foto von: © francesco basile - Fotolia.com

Die Finanzkrise im Jahr 2007 hat Chrysler von allen amerikanischen Automarken am härtesten getroffen. Damals schien eine Sanierung des traditionsreichen Autounternehmens mehr als fragwürdig, und selbst eine vier Milliarden schwere Geldspritze der US-Regierung bedeutete noch nicht die Rettung.

Chrysler soll nun Fiat retten

Die kam mit dem Chairmen und CEO von Fiat, Sergio Marchionne, der einen Rettungsplan aufstellte und die Firma wieder wettbewerbsfähig machte. Nun ist Chrysler saniert und soll für die angeschlagene Marke Fiat zu einem letzen Rettungsanker werden. Da die US-Tochter von Fiat in den USA so gute Zahlen schreibt, will der italienische Mutterkonzern ebenfalls ein Stück vom Kuchen abhaben. Dazu soll unter anderem die Auto Show in Detroit genutzt werden, auf der Fiat seinen neuen Kleinwagen Panda vorstellt. Die Lücke zwischen den beiden Unternehmen scheint derzeit riesig, und für Marchionne bedeuten die Reisen zwischen Turin und Detroit auch eine Reise in eine andere Welt. Chrysler und Fiat haben in den ersten neun Monaten im Jahr 2012 eine Milliarde Euro erwirtschaftet. Das hört sich erstmal nicht schlecht an, doch hat Fiat alleine 800 Millionen Euro Verlust gemacht.

Verlagerung in die USA

Das bedeutet, dass der Fiat-Konzern derzeit das ist, was Chrysler vor vier Jahren noch war, nämlich das Sorgenkind. In Europa schreibt der italienische Autohersteller nur rote Zahlen, und im vergangenen Jahr wurde ein Minus von 16 Prozent beim Absatz verzeichnet. Das amerikanische Tochterunternehmen hat dagegen ein Plus von 21 Prozent eingefahren, was das beste Ergebnis seit 2007 ist. Fiat hat mit 20 Prozent der Anteile an Chrysler begonnen, bevor durch erfolgreiche Sanierungsmaßnahmen immer mehr Anteile der Firma erworben wurden. Nun zeichnet sich ab, dass immer mehr vom italienischen Unternehmen in die USA verlagert werden. Der traditionelle Hauptsitz in Turin wird wohl nicht mehr lange zu halten sein, aber die Pläne für eine Fusion der beiden Unternehmen liegen bei Marchionne wahrscheinlich schon auf dem Tisch.

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